Ein paar Gedanken zu den Vorfällen der Silvesternacht in Köln

Nur mal so als Denkanstoß: Weiß jemand, wie viele Fälle sexueller Gewalt es in den Silvesternächten der Vorjahre in Köln gab? Wie viele an Karneval? Oder beim Oktoberfest in München?

Jeder dieser Fälle ist einer zu viel, aber die aktuellen Reaktionen auf die verurteilenswerten Vorfälle in Köln sind in weiten Teilen erbärmlich, denn jetzt regen sich alle auf und hetzen gegen die - bisher größtenteils noch nicht ermittelten - Täter bzw., was viel schlimmer ist, gegen "die Ausländer" oder "die Flüchtlinge". Bisher waren den Meisten dieser Hetzer die Opfer sexueller Gewalt doch auch egal...

Na ja, da hat der xenophobe Mob mal wieder ein neues Thema. Zuerst waren es die armen Obdachlosen, an die ja auf einmal niemand mehr dachte, weil sich alle um die Flüchtlinge kümmerten. Dann die armen Kinder, die nicht geimpft werden konnten, weil alle Impfdosen an die Flüchtlinge gingen Und jetzt halt die Opfer von Köln.
Wie groß mag wohl der Prozentsatz derer sein, denen diese Opfer so was von egal wären, wenn nicht die "bösen Flüchtlinge" unter Generalverdacht gestellt werden würden?

7.1.16 11:09, kommentieren

Ein paar Gedanken zu den Vorfällen der Silvesternacht in Köln

Nur mal so als Denkanstoß: Weiß jemand, wie viele Fälle sexueller Gewalt es in den Silvesternächten der Vorjahre in Köln gab? Wie viele an Karneval? Oder beim Oktoberfest in München?

Jeder dieser Fälle ist einer zu viel, aber die aktuellen Reaktionen auf die verurteilenswerten Vorfälle in Köln sind in weiten Teilen erbärmlich, denn jetzt regen sich alle auf und hetzen gegen die - bisher größtenteils noch nicht ermittelten - Täter bzw., was viel schlimmer ist, gegen "die Ausländer" oder "die Flüchtlinge". Bisher waren den Meisten dieser Hetzer die Opfer sexueller Gewalt doch auch egal...

Na ja, da hat der xenophobe Mob mal wieder ein neues Thema. Zuerst waren es die armen Obdachlosen, an die ja auf einmal niemand mehr dachte, weil sich alle um die Flüchtlinge kümmerten. Dann die armen Kinder, die nicht geimpft werden konnten, weil alle Impfdosen an die Flüchtlinge gingen Und jetzt halt die Opfer von Köln.
Wie groß mag wohl der Prozentsatz derer sein, denen diese Opfer so was von egal wären, wenn nicht die "bösen Flüchtlinge" unter Generalverdacht gestellt werden würden?

7.1.16 11:07, kommentieren

Zurücktreten, AKK!

Sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin,

oder nein, eher: Sehr geehrte Frau Kramp-Karrenbauer (denn als meine Ministerpräsidentin kann ich Sie nicht mehr akzeptieren, weil Sie mich nicht mehr repräsentieren), welche "bewussten Fehldeutungen" denn? Ihre Aussagen lassen keinerlei Interpretationsspielraum, sie sind klar und deutlich.

Sie rücken absolut legale homosexuelle Partnerschaften in die Nähe von zurecht illegalen Praktiken wie Polygamie und Inzest. Da gibt es nicht zu interpretieren, das ist ein finsterer Rückschritt in Zeiten, in denen Homosexualität hierzulande illegal war. Sie wissen schon über unsere deutsche Geschichte Bescheid, oder? Wer. wie Sie es getan haben, Homosexualität in die Nähe illegaler Praktiken rückt, fordert vermutlich als Nächstes die Wiedereinführung des "rosa Winkels", mit dem Homosexuelle in den Konzentrationslagern des Nazi-Regimes gekennzeichnet wurden.

Aus Ihnen spricht eine absolut reaktionäre Einstellung, die von Intoleranz und Homophobie geprägt ist. Gerade als Vertreterin einer Partei mit dem "C" im Namen sollten Sie dringend darüber nachdenken, was ihre diskriminierende Sichtweise noch mit der christlichen Nächstenliebe, wie sie schon in der Bibel gepredigt wird, zu tun hat.

Sie, Frau Kramp-Karrenbauer, sind nicht mehr meine Ministerpräsidenten, denn Sie handeln nicht in meinem Namen. Tun Sie dem Saarland und all seinen Bürgern einen Gefallen und treten Sie umgehend zurück!

Enttäuschte und verärgerte Grüße aus Illingen

Alexander Mühl

(Und wer verpasst hat, um was es gerade geht, der kann die Ausagen von AKK hier nachlesen.)

4.6.15 13:17, kommentieren

Asternweg



Am Samstag Abend kam auf VOX eine mehrstündige Doku über den Sozialen Brennpunkt "Kalkofen" in Kaiserslautern. Präsentiert wurden verschiedene Bewohner und ihre Lebensumstände.

Wenn man sich ein wenig in den Sozialen Medien umschaut, dann stellt man fest, daß diese Sendung - vollkommen zu Recht, wie ich finde - vielen Menschen nahegegangen ist. Es gibt diverse Aufrufe zur Unterstützung der dortigen Bewohner. Das ist grundsätzlich super.

Wenn es aber grundsätzlich super ist, dann erkennt der Kenner der deutschen Sprache, daß es auch negative Aspekte gibt. Und die möchte ich hier aufgreifen.

1)
Daß es den Kalkofen als Sozialen Brennpunkt in Lautern gibt, ist nichts Neues. Das Gebiet wird schon seit Jahrzehnten von den Ärmsten der Armen bewohnt, dennoch hat so gut wie niemand geholfen. Und jetzt auf einmal überschlagen sich alle mit Hilfsangeboten. Wo wart Ihr vorher? Warum habt Ihr weggeschaut?

2)
Der Kalkofen ist nicht der einzige Soziale Brennpunkt in Lautern. Es gibt auch bspw. die Alte Brücke und andere Problemviertel. Dafür scheint sich weiterhin niemand zu interessieren.

3)
Solche Viertel gibt es nicht nur in Lautern, sondern vermutlich in jeder größeren Stadt. Auch dafür scheint sich niemand zu intereressieren.

So sehr ich den Bewohnern des Kalkofens die Hilfe gönne, so sehr muß ich aber auch darauf hinweisen, daß es nicht reicht, denen zu helfen. Bitte focussiert Euch nicht auf die, sondern geht mit offenen Augen durchs Leben und denkt auch an die Anderen, denen es genauso mies geht.

Was mich aber am Meisten ankotzt, das ist die Tatsache, daß diverse am rechten Rand stehende Gruppierungen von den diversen *GIDAs bis zur NPD versuchen, aus den Schicksalen der Kalköfler politisches Kapital zu schlagen, so nach dem Motto: für die Asylbewerber ist Geld da, für die Deutschen im Kalkofen nicht. Das ist einfach nur erbärmlich!

13.4.15 12:37, kommentieren

The return of the kangaroos

Zu den Teams, deren Fans Kaiserslautern während der Fußball-WM 2006 sicher mit am Meisten geprägt haben, gehörten zweifelsohne die Australier - nicht nur, weil sie zwei Spiele in Lautern hatten, sondern weil sie auch die beste Stimmung verbreiteten (selbst nach der unglücklichen oder eher eher unfairen und unverdienten 1:0-Niederlage gegen Italien im Achtelfinale).

Heute Abend kommt es auf dem Betzenberg zum Freundschaftsspiel des amtierenden Weltmeisters gegen die Socceroos. Ich persönlich hoffe ja, daß recht viele australische Fans kommen, damit wir uns wieder auf Szenen wie diese freuen können:













25.3.15 07:15, kommentieren